Ein Tag am Fluss

Vorletzten Freitag haben wir mit den Kindern aus Tamarindo einen Tag am Fluss verbracht. Nach den Extra Tareas wurde jedem eine dicke Schicht Sonnencreme verpasst. Bevor die Kinder baden durften, wurden sie in zwei Gruppen eingeteilt. Während die einen damit beschäftigt waren Holz für das Lagerfeuer zusammenzuklauben haben die anderen Müll aufgesammelt. Den Kindern möchten wir damit zeigen, dass es wichtig ist, zur Umwelt Sorge zu tragen. 10957321_843482749042844_8358770790806309291_n
Anschliessend entfachten wir ein Lagerfeuer und haben darin Stockbrot und Würste gebraten. Mehr oder weniger durch haben wir das Brot und die Würste dann mit Reis und Salat gegessen. Es gab zwar einige Beschwerden wegen des Essens (der Pfeffer im Salat wurde für Erde gehalten). Diese Bedenken waren jedoch schnell wieder vergessen, als dann nach dem Mittagessen endlich alle ab ins Wasser durften.

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Der Rest des Tages wurde mit Wasserschlachten, Felsenspringen, und planschen verbracht. Es war für die Kinder, jedoch auch für alle Mitarbeiter ein ganz toller Tag!

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Ein Bericht von Laura (Februar 2015) – sie war gut 4 Monate bei Sonflora

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Fortsetzung der Workshops

Im Moment haben die Kinder in Tamarindo Ferien, weshalb sie, anders als sonst, auch den Vormittag im Projekt verbringen, sodass mehr Zeit ist, um besondere Dinge zu organisieren. Die letzten zwei Wochen wurde ein Workshop zu Gesundheit, dem menschlichen Körper und Sport vorbereitet. Im Workshop haben die größeren Kinder gelernt welche Organe der Mensch besitzt und wie diese im Groben funktionieren und die kleineren spielerisch welche körperlichen Unterschiede Frauen und Männer aufweisen.
Es wurden auch Entspannungsübungen gemacht, wie zum Beispiel Erlebnisreisen, bei denen die Kinder sich gemütlich hinlegen und mit ihren Gedanken an Orte reisen konnten, an denen sie sich wohl fühlen. Es war schön zu sehen wie ruhig einige Kinder dabei geworden sind und zum Teil sogar einschliefen und danach von ihren Reisen erzählt haben. An anderen Tagen haben wir Skelette gebastelt, etwas zur Wundversorgung gelernt und uns gegenseitig verbunden, sodass alle Workshopteilnehmer aussahen, als wären sie von einem Lastwagen überrollt worden, die Größe gemessen, Fingerabdrücke gemacht, eine Schnitzeljagd, Sport mit Puls messen, zusammen gekocht und dabei die allgemein bekannten Hygieneregeln durchgenommen, Spiele zu Emotionen, Fotos mit fröhlichen, ärgerlichen und traurigen Gesichtsausdrücken gemacht und und und……

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(Vera, Januar 2015)

Workshop-Woche Körper und Gesundheit

Nachdem wir alle super erholt wieder von unseren Ferien zurückgekommen sind, haben wir im Projekt mit der ersten „Workshopwoche“ begonnen.

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Die Idee ist, jede Woche das Programm nach einem bestimmten Thema zu gestalten.
Wir haben beschlossen mit dem Thema „Cuerpo y Salud“ zu beginnen und den Kindern versucht zu vermitteln, wie wichtig es ist sich um seinen Körper zu kümmern und auf die Gesundheit zu achten.
Mit Yoga und Massagen über Traumreise bis hin zu gesunder Ernährung wurde die Woche für alle ein schönes Erlebnis, das uns viel Spaß bereitet hat.
Natürlich gab’s am Ende wie immer ein großes Abschlussspiel und so gehen wir nun ausgepowert aber glücklich ins Wochenende und freuen uns schon auf die nächste Woche und den nächsten Workshop.10931521_834492556608530_7061114270251534599_n

(Judith, Januar 2015)

Abschied und Anfang

Schlechte und gute Nachrichten für Sonflora. Leider verlassen uns Andy und Gismo bald, um nach mehr als einem Jahr bei Sonflora zurück in die Schweiz zu gehen. Die beiden haben für das Projekt eine Menge bewegt. Gemeinsam mit Mary haben sie das Projekt geleitet, die Freiwilligen organisiert, den Kontakt zu den Koordinationsstellen in Europa aufrechterhalten und vieles mehr. Gleichzeitig waren sie maßgeblich an der Weiterentwicklung des Projekt-Standortes Tamarindo beteiligt. Andy hat Tamarindo letztes Jahr gemeinsam mit einer Gruppe von Freiwilligen neu aufgebaut. Gismo, die Powerfrau, hat die Koordination des Standortes im Januar übernommen und viele neue Strukturen etabliert. Den beiden haben wir also zu verdanken, dass Tamarindo jetzt so gut läuft wie es läuft. Hervorzuheben ist Andys sozialpädagogisches Talent im Umgang mit den Kindern. Und Gismos Spürsinn, der in Tamarindo einiges aufgedeckt hat. 
Es war sicher nicht immer leicht, da die Mühlen in Nicaragua ganz anders mahlen und durch Korruption, Machismo und Bürokratie viele Hürden zu überwinden sind. Für ihren unermüdlichen Einsatz für die Kinder und das Projekt haben sie ein großes Lob und Dankeschön verdient.

Die gute Nachricht: Ein neuer Andreas hat zum 1. Oktober angefangen. Andreas Guggenbühl wird das Sonflora-Projekt gemeinsam mit Mary leiten, damit Mary sich verstärkt auf die Essenz und Mission von Sonflora fokussieren kann, also die individuelle Arbeit mit den Kindern, die Sozialpädagogik und Erziehung weiter bringen und aufbauen.

Andreas wird alle administrativen Aufgaben übernehmen – Verwaltung, Rechnungswesen, Infrastrukturproblematiken, Steuern und Behördengänge, Kommunikation, Unterstützung der Angestelltenverhältnisse und Lohnwesen sowie Marketingaufgaben vor Ort.

Auch die Koordination der Zusammenarbeit mit den Fördervereinen DACH und LUX, sowie Unterstützung in Sachen Marketing, Fundraising u.a. wird Andreas übernehmen. Eine umfangreiche Liste an Aufgaben erwarten ihn also.

Andreas stammt aus Luzern, ist aber die ersten zwölf Lebensjahre in Mexiko aufgewachsen und daher gut mit der lateinamerikanischen Kultur und Mentalität vertraut.

Nach seiner Rückkehr in die Schweiz absolvierte er Schule und betriebswirtschaftliche Studien. In seinem Berufsleben kam er von Anfang an viel durch die Welt. Ein paar Jahre in New York, ein paar Jahre Buenos Aires, ein paar Jahre in den Niederlanden und zwischendurch immer mal wieder in der Schweiz. Dabei arbeitete er sowohl im Finanzsektor, bei einer Fluggesellschaft als auch in der pharmazeutischen und medizindiagnostischen Branche.

Was treibt Andreas, auch „Guggi“ genannt, nun an zu Sonflora nach Nicaragua zu gehen?

Andreas: „Bereits die ersten Jahre im Karriererennen, da war ich knapp 30 Jahre alt, schwor ich mir, spätestens mit 55 auszusteigen, um mich dann mit Freuden und Energie Arbeiten zu widmen, welche Spaß machen, einen wirklichen Sinn ergeben und vor allem hilfreich und Hilfe sind.“

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Auch für Tamarindo haben wir eine Nachfolgerin gefunden. Fränzi wird die Koordination übernehmen. Ihre Vorstellung folgt…

Tiempo para ser niño