Verfasst von: sonfloranica | 30. März 2015

Kleine Künstler

Zu Beginn hatte ich wohl mit denselben Einstiegsschwierigkeiten in dieses Land und in die Arbeit ins Projekt wie alle zu kämpfen. Und ich wohl noch etwas mehr, als nicht Spanisch sprechende „Abuela“ des Teams. Schon bald jedoch fühlte ich mich aufgenommen und wohl. Ich kam hier während der Schulferien der Kinder an, was bedeutete, dass von 9 bis 16 Uhr gearbeitet wurde. Eine strenge und arbeitsreiche Zeit, da mir auch öfters die Ehre des Kochens für die ganze Schar übertragen wurde. Die Kinder halfen jedoch tatkräftig bei den Vorbereitungen mit und schnipselten fröhlich das Gemüse und den Salat. Nach dem gemeinsamen Mittagessen mussten sie nebst den „Extra tareas“ spielerisch beschäftigt werden. Ich spielte unzählige Skypos, Unos, Jengas – und setzte eine Unmenge an Puzzles zusammen. Einige Kinder suchten zwischendurch eine Umarmung, eine kleine Liebkosung oder ein Lächeln, während andere gerne meine Nervenstärke austesteten. Doch trotz dieser unterschiedlichsten Charaktere haben alle Kinder eines gemeinsam. Sie malen gerne!

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Sämtliche Vorhaben mit Farben werden mit Begeisterung und endlosem Fleiss von ihnen ausgeführt. Sei es unser Gehege für die „Basura-Eimer“, das Eingangstor, die Weltkarte an der Mauer des Fußballfeldes, die Mauer beim „Eingangs-Jardin“ oder auch die Ostereier.

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Wenn die Kinder Farbe und Pinsel in der Hand halten, sind sie kaum zu bremsen, und einige zusätzliche Objekte fielen ihrem Malrausch zum Opfer. Nun haben wir auch farbige Mülleimer, Autoreifen (sie dienen als Pflanzenkübel) und einen bunten Gartenzaun.

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Logisch mussten jeweils viele Hände, Gesichter und Kleider von Farbspritzern oder gegenseitigem Anmalen befreit werden. Es war köstlich den Kindern bei diesen Arbeiten zuzusehen, und ich bin sehr stolz auf ihre Ergebnisse.

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Nicaragua und die Kinder haben mich viel gelehrt: wie zum Beispiel sich nicht über Sachen oder Menschen zu ärgern, die nicht zu ändern sind und alles etwas „tranquilo“ nehmen, oder auch dass das viele Warten als tolle Pausen vom Tag betrachtet werden kann.
Danke Sonflora für die Zeit die ich bei euch verbringen durfte und „lo siento“, aber ich versuche wieder zu kommen!

EIN BERICHT VON CLAUDIA – SONFLORA in PONELOYA (März 2015)

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Verfasst von: sonfloranica | 30. März 2015

Eine Logopädin erzählt…

Als ich hier ankam war alles unbekannt und neu. Mein Spanisch war leider auch nicht so gut, um von Anfang an voll mitreden zu können. Die Tage verbrachte ich also mehr damit, so viel spanisch wie möglich aufzunehmen, verstehen zu lernen oder selbst ein wenig zu kommunizieren. Als Logopädin interessierte ich mich sehr dafür, welche Art von Probleme es hier aus logopädischer Sicht geben könnte. Schnell jedoch merkte ich, dass das ein größeres Projekt werden könnte.

Durch mein Angebot, mein logopädisches Wissen miteinbringen zu können, arbeitete ich nun an beiden Standorten (Poneloya und Tamarindo) des Projekts mit.
Nach und nach begann ich zu verstehen, dass es hier sehr an schulischer Ausbildung mangelt und die Kinder oft große Lese- und Rechtschreibprobleme, sowie Probleme beim Textverständnis haben. Also versuchte ich das Sprechen und das Schreiben zu vereinen, was natürlich nur in geringem Maße möglich war. Jedoch lernten einige Kinder, dass es Unterschiede zwischen einem T und D sowie einem B und P gibt, und dies machte sich auch oft in der Aussprache bemerkbar. Klingt es als „mas suave“ (weicher) oder klingt es „mas duro“ (härter)?
Außerdem lasen wir Texte, wie die „Tomatina“, eine große Tomatenschlacht, welche in Spanien veranstaltet wird und besprachen gemeinsam die dazu gestellten Fragen. Wochen danach erzählten die Kinder noch von der Tomatina.

Zwar war meine logopädische Arbeit begrenzt und ich bin noch kein Experte für die nicaraguanische Aussprache, aber es war immer lustig während der Übung und dem ausprobieren und spielen mit den Wörtern.
Für mich selbst habe ich dazu gelernt, dass alles manchmal ein bisschen mehr „tranquilo“ sein darf. Mit etwas mehr Lockerheit und Zeit für ein bisschen Spaß kommt das Lernen auch nicht zu kurz und das ganze Ambiente ist angenehmer. Wenn wir ehrlich sind, wollten wir als Kinder auch keine Hausaufgaben machen und lieber draußen spielen. Deswegen ist es immer wichtig einen guten Mittelweg zu finden. Für sich selbst und die Kinder.
Mein Weg hier in Nicaragua war jedenfalls eine der besten und schönsten Erfahrungen, die ich bis jetzt gemacht habe.

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***EIN BERICHT VON LISA – SONFLORA PONELOYA UND TAMARINDO (März 2015)***

Verfasst von: sonfloranica | 30. März 2015

Gender-Workshop

In einer der letzten unserer Workshop-Wochen während der Ferienzeit beschäftigten wir uns mit dem Thema „Genero/Gender/Geschlechterbewusstsein“. Im Rahmen dieser Woche, sollten die Kinder sich zu ihren Vorstellungen von Geschlechterrollen, typisch Mann-Sein und Typisch Frau-Sein äußern. Um sich diesen Vorstellungen zu nähern, ging es vor allem darum zu beobachten, zu erzählen, was man von Zuhause mitbekommt und seinen Stereotypen freien Lauf zu lassen. Zum einen war es für alle überraschend (und teilweise schockierend), zum anderen denke ich, dass es nicht leicht war für die Kinder ihre eigene Sichtweise zu reflektieren. So wurden lebensgroße Silhouetten als Mann oder Frau kreiert,

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es wurden Bilder klassifiziert, das ganze Haus nach männlichen und weiblichen Accessoires untersucht, über allgemeingültige Normen diskutiert, sich verkleidet (was für besonders viel Gekicher und Gegröle sorgte, da auch die Freiwilligen sich nicht lang bitten ließen..)

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und so weiter und so fort. Am Ende war dieses Thema zwar nicht immer leicht und einige Kinder haben sich über eigene und andere Grenzen hinwegesetzt.

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Doch alles in allem hat uns der Workshop gezeigt, dass es auch schon bei Kindern Themen gibt, die hier gesellschaftlich tabuisiert oder umstritten sind. Ich denke, es gibt noch mehr Potential sich gemeinsam mit den Kindern auf vielfältiger Art und Weise Themen zu nähern, um mehr über sich und sein Denken zu lernen.

** Sonflora-Bericht von Stella (März 2015) ***

Verfasst von: sonfloranica | 30. März 2015

Tamarindo-Impressionen

An die flirrende Hitze habe ich mich längst gewöhnt und auch die farbigen Häuser, die staubigen Strassen, die aufdringlichen Männer, die tägliche Portion Gallo Pinto (DAS Nationalgericht!), die Busfahrten quer durchs mittlerweile ausgetrocknete Land, die Autostopp-Fahrten mit spektakulären Sonnenuntergängen, die laute Musik an jeder Ecke und die Besuche der zahlreichen Verkaufsstände inklusive allen möglichen farbenfrohen Früchten und Fleisch am Haken, die mit dem Fliegentöter wedelnden Marktfrauen und die Herren, die mit Plastiksäcken gefüllt mit Süssgetränken und frittierten Snacks durch den Bus eilen, gehören inzwischen bereits zu meinem Alltag. 

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Die Spontaneität, Neugier und Euphorie der Kinder überraschen mich jedoch immer wieder aufs Neue!
Seit meiner ersten Nicaragua-Reise im letzten Winter ist ein Jahr vergangen, als ich mich entschieden habe, auch einen Freiwilligen-Einsatz bei Sonflora zu tätigen. Inzwischen bin ich seit drei Monaten hier und die Zeit ist wie im Flug vorbeigezogen.

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Ich kann mich noch gut an die ersten Wochen erinnern, als ich versucht habe, den Tamarindo-Kindern bei ihren Hausaufgaben zu helfen, was anfangs gar nicht so einfach war.

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Darauf folgten die von uns geplanten Aktivitäten der Schulferien mit einem grossen Haufen freudiger Kindern, die zum ersten Mal Weihnachtskekse ausgestochen und bemalt, ihre eigene Gipsmaske dekoriert und viele kleine Bastelarbeiten angefertigt haben.

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Die Weihnachtsaufführung mit den tausend Mal geübten Tanz-, Gesangs- und Zirkusnummern und die Riesentorte, die wir mit einer Machete teilen mussten! Und die zahlreichen Stunden, in denen wir mit den Kleinsten spielerisch und den Älteren ernsthafter Rechenaufgaben geübt haben! Und die lustigen Versuche mit Memory-Karten Englisch zu lernen!

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Die High-Fives, wenn wir in der Bibliothek endlich die scheinbar endlosen Hausaufgaben gemeistert haben! Die tägliche Geschichte nach dem Zähneputzen! Die Fussballspiele auf der Gancha! Die grossartigen Erfindungen beim Lego-Spielen!

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Das Hampelmann-Basteln! Die Clown-Junioren! Der Tag am Fluss in Tamarindo inklusive Würstchen zum Grillieren! Das Wett-Müll-Sammeln und die Schnitzeljagd durchs Dorf!

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Die Umarmungen und das Strahlen in den Augen der Sonflora-Kinder sind ein grosser Dank für die Arbeit von uns Voluntariern – und ich bin dankbar für dieses Abenteuer, das mich einen Teil des Lebens und der Kultur in einem fremden Land kennenlernen lässt und das auch bei mir jeden Tag eine neue Erinnerung fürs Leben hinterlässt!

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*** Sonflora-Bericht aus Tamarindo – Februar 2015 von Karin ***

Verfasst von: sonfloranica | 30. März 2015

Der neue Samstag in Tamarindo

Seit vergangenen Samstag, den 14.2. haben die Türen des Sonflora-Projekthauses auch Samstags für die Kinder in Tamarindo geöffnet. Seit dem 9.2. sind die großen Ferien vorüber und die Kinder besuchen wieder – ausgestattet mit neuen Uniformen, Schuhen, Rucksäcken und Unterrichtsmaterial – die Schule. Dieser Samstag kam als Abschluss der ersten Schulwoche im neuen Jahr gut entgegen, da auf dem Plan „jugar“ (spielen) an erster Stelle stand, ganz nach den Wünschen der Kinder. Sie konnten selbst bestimmen, welchen Beschäftigungen sie nachgehen wollen. Eine kleine Kochgruppe bestehend aus zwei Freiwilligen und zwei Kindern bereiteten bis zur Mittagszeit das Essen vor, während die anderen genügend Zeit hatten, unter anderem UNO, HalliGalli und Mikado zu spielen.

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Es war schön, zu beobachten, wie sich die Kinder ruhig und entspannt und vor allem fern ab von den unbeliebten und lästigen Extra-Tareas (Zusatz-Lernaufgaben) beschäftigen konnten. Eine Gruppe saß konzentriert über eine Stunde beim Mikado-Spielen und die HalliGalli-Klingel bei einer anderen Spielgruppe lief auf Hochtouren. Der UNO-Klassiker wird hierzulande so gespielt, dass der Verlierer/die Verliererin „un vaso de agua“ (einen Becher Wasser) trinken muss zur Strafe (manchmal sogar zwei Becher…). Nach dem Mittagessen und dem Zähneputzen machten wir uns bepackt mit Wasser, Bällen, Verbandskasten und Hüpfseilen auf den Weg zur nahegelegenen Cancha, wo Fußball und Kickball – die absoluten Lieblingsspiele der Kinder – gespielt wurden. Wie schön, zu sehen, dass ein Platz, zwei Tore und ein Ball soviele Kinder mit wenig Worten, Regeln und Vorgaben vereint. Den Kindern war freigestellt, ob sie mit auf die Cancha wollten, einige blieben mit einer Freiwilligen zurück im Haus, um weiter Brettspiele und Lego zu spielen.
Die Zeit verging wie im Flug und am Ende des Nachmittags machten wir uns gemeinsam auf den Rückweg für die Rituale des „Circulos“ (Abschlusskreis) und der „Fruta“ (Frucht für den Nachhauseweg).
Der Samstag unterstrich die Notwendigkeit des freien Spielens und stand dafür, um den Kindern zu signalisieren, dass sie entscheiden dürfen und sollen, wie sie ihre „tiempo para ser niño“ (Zeit um Kind zu sein) im Projekt gestalten.

Ein Bericht von Eva (Februar 2014)

Verfasst von: sonfloranica | 30. März 2015

Payasos in fronteras

Die „Payasos Sin Fronteras“ ist eine spanische ONG Organisation, welche übersetzt Clowns ohne Grenzen bedeutet. Sie reisen von einem Kinderprojekt zum nächsten, somit hatten auch wir die Ehre, dass diese lustigen Clowns unseren Kindern von Sonflora einen Besuch abstatteten. Die Gruppe, die uns besuchen kam, setzte sich aus 6 Clowns zusammen, welche aus den verschiedensten Ländern der ganzen Welt stammten. An ihrem ersten Tag, kamen sie mit ausreichend Zirkusutensilien, wie Hula Hoop Reifen, Jonglierbälle, Einrad und Diabolo zu uns ins Projekt. Die Kinder konnten frei ihren Interessen nachgehen und sich an den verschieden Utensilien austesten und neue Talente entdecken. Durch die professionelle Hilfe der Clowns lernten sie schnell einige Tipps und Tricks zum Jonglieren, Einrad fahren und Co. Die Freude der Kinder war groß und unser Patio entwickelte sich schnell zur Zirkusmanege. 

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Am nächsten Tag absolvierten die Clowns eine Zirkusveranstaltung, zu der ganz Poneloya herzlichst willkommen war. Die 6 Clowns schlupften in ihrer besten Kostüme und präsentierten eine fantastische Show für Eltern, Geschwister und Freunde der Kinder. Die Begeisterung und das Schmunzeln über die Clowns, war ringsherum in den Gesichtern zusehen.
Der Besuch der „Payasos Sin Fronteras“ war zu einem eine tolle Bereicherung für die Kinder, da sie die Möglichkeit hatten auf spielerische Art und Weise neue Talente zu entdecken. Zum anderen hatten auch Familie und Freude der Kinder, die Chance eine Zirkusaufführung anzusehen, welche von Clowns aus der ganzen Welt präsentiert wurde.

*** Bericht von Antonia – Februar 2015 ***

Verfasst von: sonfloranica | 30. März 2015

Wo in Afrika liegt Nicaragua?

Wo genau in Afrika liegt denn eigentlich Nicaragua und was machst du da dann genau?“ Eine Frage, die ich vor meiner Reise des Öfteren in meinem Bekanntenkreis zu Ohren bekam.

Nein, Nicaragua liegt nicht in Afrika sondern im Herzen Zentralamerikas und was ich da machen werde – in einem Kinderprojekt arbeiten, dass „Sonflora“ heißt. Mehr wusste ich vor meinem Aufenthalt hier um ehrlich zu sein auch noch nicht.
Und nun nach fünf Monaten in diesem Land, fünf Monaten Gallo Pinto und Tortillas, Salsamusik und Spanischunterricht, frischem Obst und morgendlicher Markthektik, Machismo, Staub und Straßenlöchern, fünf Monaten voll aufgeweckten, spielbegeisterten, Hausaufgaben verweigernden, Trübsal blasenden, wundervollen Kindern, weiß ich von vorne bis hinten nicht mehr wo ich zu erzählen beginnen soll.

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Ich erinnere mich an meinen ersten Tag im Projekt in Poneloya. Als ich zum ersten Mal durch das rote Eingangstor spaziert bin, vor einer kleinen Villa Kunterbunt stand und eine Schar Kinder mich neugierig mit einem „Y tu, como te llamas?“ begrüßte.
Innerhalb von wenigen Minuten wussten alle Bescheid. Es gibt wieder eine neue Freiwillige!
Natürlich war es kompliziert am Anfang, wie alles Neue auf dieser Welt dass seine Zeit braucht, um sich einzufinden. Bei „Sonflora“ war diese Einfindungsphase zum Glück nur sehr kurz. „Schau Judith, so funktioniert das mit den Hausaufgaben, die extra Tareas findest du hier in den Ordern, Spiele gibt’s erst nach dem Lernen und das sind die Projektregeln an die sich alle zu halten haben. Alles klar.
Jetzt musste ich eigentlich nur noch etwas Spanisch und die Namen der Kinder lernen.
Und bei täglichem Zusammensein, Arbeiten, Reden, Lachen und Herumtollen war auch das nach ein paar Wochen ein Leichtes.
Neben dem ohnehin schon belebtem und abwechslungsreichem Alltag bei „Sonflora“ habe ich außerdem viele außergewöhnliche Momente miterleben dürfen. Wir haben den fünften Geburtstag des Projekts gefeiert mit Movistar „Brinka-brinka“, Spielen und allem was sonst noch dazu gehört.

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Einen nicaraguanischen Holzpfostenweihnachtsbaum haben wir mit „nieve en bolsa“ und Glitzerkugeln geschmückt und ein sagenhaftes Weihnachtsfest bei 35 Grad Hitze erlebt. Ende des Jahres war das Projekt dann kurz geschlossen aber danach sind wir alle voller Elan und neuer Ideen in das neue Jahr gestartet mit einem supercoolen Ferienprogramm und Ausflug in den Mangrovenwald, Lagerfeuer am Strand inklusive Steckerlbrot grillen.

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Doch lange Rede kurzer Sinn, am Ende möchte auf alle Fälle ich bei einem großen GRACIAS verbleiben. Gracias an das Projekt „Sonflora“, an all die engagierten Mitarbeiter und natürlich an alle Kinder.
Ihr habt meine Zeit hier immer wieder aufs Neue geprägt, habt mich lachen und weinen lassen, mich im Staub übers Fußballfeld gejagt und mich beim Memory spielen jedes Mal wieder besiegt.

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Ihr habt mich eintausend und mehr Erfahrungen sammeln lassen und somit einen Teil meines Lebens gestaltet, der mich immer begleiten und den ich niemals vergessen werde.
Disfruté mucho el tiempo aquí con ustedes! Eure Judith

***Bericht „Sonflora“ September 2014 bis Januar 2015 (Judith Wimmer)***

Verfasst von: sonfloranica | 30. März 2015

Ein Tag am Fluss

Vorletzten Freitag haben wir mit den Kindern aus Tamarindo einen Tag am Fluss verbracht. Nach den Extra Tareas wurde jedem eine dicke Schicht Sonnencreme verpasst. Bevor die Kinder baden durften, wurden sie in zwei Gruppen eingeteilt. Während die einen damit beschäftigt waren Holz für das Lagerfeuer zusammenzuklauben haben die anderen Müll aufgesammelt. Den Kindern möchten wir damit zeigen, dass es wichtig ist, zur Umwelt Sorge zu tragen. 10957321_843482749042844_8358770790806309291_n
Anschliessend entfachten wir ein Lagerfeuer und haben darin Stockbrot und Würste gebraten. Mehr oder weniger durch haben wir das Brot und die Würste dann mit Reis und Salat gegessen. Es gab zwar einige Beschwerden wegen des Essens (der Pfeffer im Salat wurde für Erde gehalten). Diese Bedenken waren jedoch schnell wieder vergessen, als dann nach dem Mittagessen endlich alle ab ins Wasser durften.

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Der Rest des Tages wurde mit Wasserschlachten, Felsenspringen, und planschen verbracht. Es war für die Kinder, jedoch auch für alle Mitarbeiter ein ganz toller Tag!

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Ein Bericht von Laura (Februar 2015) – sie war gut 4 Monate bei Sonflora

Verfasst von: sonfloranica | 30. März 2015

Fortsetzung der Workshops

Im Moment haben die Kinder in Tamarindo Ferien, weshalb sie, anders als sonst, auch den Vormittag im Projekt verbringen, sodass mehr Zeit ist, um besondere Dinge zu organisieren. Die letzten zwei Wochen wurde ein Workshop zu Gesundheit, dem menschlichen Körper und Sport vorbereitet. Im Workshop haben die größeren Kinder gelernt welche Organe der Mensch besitzt und wie diese im Groben funktionieren und die kleineren spielerisch welche körperlichen Unterschiede Frauen und Männer aufweisen.
Es wurden auch Entspannungsübungen gemacht, wie zum Beispiel Erlebnisreisen, bei denen die Kinder sich gemütlich hinlegen und mit ihren Gedanken an Orte reisen konnten, an denen sie sich wohl fühlen. Es war schön zu sehen wie ruhig einige Kinder dabei geworden sind und zum Teil sogar einschliefen und danach von ihren Reisen erzählt haben. An anderen Tagen haben wir Skelette gebastelt, etwas zur Wundversorgung gelernt und uns gegenseitig verbunden, sodass alle Workshopteilnehmer aussahen, als wären sie von einem Lastwagen überrollt worden, die Größe gemessen, Fingerabdrücke gemacht, eine Schnitzeljagd, Sport mit Puls messen, zusammen gekocht und dabei die allgemein bekannten Hygieneregeln durchgenommen, Spiele zu Emotionen, Fotos mit fröhlichen, ärgerlichen und traurigen Gesichtsausdrücken gemacht und und und……

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(Vera, Januar 2015)

Verfasst von: sonfloranica | 30. März 2015

Workshop-Woche Körper und Gesundheit

Nachdem wir alle super erholt wieder von unseren Ferien zurückgekommen sind, haben wir im Projekt mit der ersten „Workshopwoche“ begonnen.

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Die Idee ist, jede Woche das Programm nach einem bestimmten Thema zu gestalten.
Wir haben beschlossen mit dem Thema „Cuerpo y Salud“ zu beginnen und den Kindern versucht zu vermitteln, wie wichtig es ist sich um seinen Körper zu kümmern und auf die Gesundheit zu achten.
Mit Yoga und Massagen über Traumreise bis hin zu gesunder Ernährung wurde die Woche für alle ein schönes Erlebnis, das uns viel Spaß bereitet hat.
Natürlich gab’s am Ende wie immer ein großes Abschlussspiel und so gehen wir nun ausgepowert aber glücklich ins Wochenende und freuen uns schon auf die nächste Woche und den nächsten Workshop.10931521_834492556608530_7061114270251534599_n

(Judith, Januar 2015)

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